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Sozialwesen

Die Jungen, die Alten und ganz neue Familienmodelle:
Ausbalancierung des Gemeinwesens

Wir leben zusammen. Das ist im Detail manchmal schwierig, oft spannend, und immer wieder anders. Neue Lebensmodelle gestalten allmählich die Gemeinschaft um: Alleinerziehende, Single-Haushalte, Partnerschaften mit religiös-weltanschaulicher Brisanz. Und nicht zuletzt die drastische Veränderung der klassischen Alterspyramide. Das Streben nach persönlichem Glück, nach individuell passenden Lebensformen wird immer ausgeprägter. Die gute alte Großfamilie hat lange schon ausgedient. Damit auch in Zukunft die Gemeinschaft funktioniert und dennoch der Einzelne seinen Weg machen kann, haben wir uns in der Hellweg-Region einiges vorgenommen.


Thomä-Residenz in Soest
Das Ehrenamt wollen wir stärken: auf die Altenpflege werden wir uns konzen-trieren; den Drogenmiss-brauch und HIV-Gefahr werden wir weiter bekämpfen. Neuerdings gerät missbräuchliche, exzessive Mediennutzung (Handy, Video, Computer) in den Focus der Suchtexperten. Diese Megatrends sind zwar überall zu beobachten. Aber wir haben gute Voraussetzungen, unser Gemeinwesen davon nicht überrollen zu lassen. Weil wir gewachsene Strukturen haben und gewachsene, solide Wertsysteme. Das liegt auch an der Überschaubarkeit der Region, und es liegt an der Vielfalt und Charakterfestigkeit der Menschen, die nicht sofort jede Modewelle mitmachen: das liegt eben an der Bodenständigkeit der Westfalen.

Ein großes und immer wichtiger werdendes Thema ist für die Menschen in der Hellweg-Region die Veränderung der Alterspyramide. Bald, so scheint es, steht diese Pyramide auf dem Kopf. Für diese Perspektive müssen wir heute schon Konzepte entwickeln. Und wir tun das in Form von Pflegekonferenzen, wir schreiben den Pflegeatlas weiter fort und kümmern uns um die Vereinbarung von Pflegestandards für die ambulante Pflege der älteren Menschen. Sicher werden wir hier für die Zukunft auch nach pfiffigen Finanzierungsmöglichkeiten suchen müssen, denn sie Sozialausgaben steigen stetig, die Einnahmen werden eher spärlich.


Pflegefamilie
Wenn unser im Kern gesundes Gemeinwesen weiter bestehen soll, dann müssen wir auch weiterhin zeitgemäße und attraktive Angebote an die Jugend machen, ohne dabei die Jungen sich komplett selbst zu überlassen. Wir werden weiter die Familie unterstützen. Gleichzeitig werden Dezentralisierung der Jugendhilfe, Konzepte für Kinder- und Jugendhilfe in Jugendzentren, die Integration junger Aussiedler und Wachsamkeit gegenüber Rechtsextremis-mus unsere regionale Jugendarbeit prägen.


Das Gesundheitswesen im Kreis Soest ist sehr gut. Krankenhäuser, Pflege-dienste, niedergelassene Ärzte sind zahlreiche Kooperationen eingegangen und haben damit den richtigen Weg gewählt. Wir ergänzen diese Anstrengungen, indem wir weiterhin aufklären und informieren, z.B. beim Thema AIDS-Vorsorge. Wir kümmern uns mit Programmen wie „Kids fit“ um die Bewegungsarmut bei jungen Menschen. Und wir wollen ein Netzwerk der psychiatrischen Versorgung in der Hellweg-Region aufbauen.

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Wir wollen

 

  • das Ehrenamt weiter stärken
  • uns um die älteren Menschen intensiver kümmern
  • zeitgemäße Angebote für Kinder, Jugend und Familien schaffen
  • unsere hohen Gesundheitsstandards weiter entwickeln